Fogelstad ist ein Gut
dessen Wurzeln in sehr alten Zeiten liegen.
Es ist etwa 20 km nördlich von Katrineholm gelegen im
Bezirk Julita in Södermanland,
(160 km südwestlich von Stockholm).

Am meisten bekannt ist es aber als Platz für die


Fogelstad Bürgerschule für Frauen -

(Kvinnliga Medborgarskolan
vid Fogelstad)


eine Schule die 1925 -1954 bestand.





Diese ungewöhnliche Schule
ist jahrzehntelang in Vergessenheit geraten.
Seit 1995 wächst aber wieder
ein starkes Interesse daran.

Ein Verein,
Kulturföreningen Fogelstad

mit zwei Tochtervereine,

Fogelstad Musikteater

und

Fogelstad Kvinnokurser (Frauenkurse)

bemüht sich darum,
das Erbe von Fogelstad zu aktualisieren
unter dem Motto
FOGELSTAD REDIVIVA
d.h. das wiedergeborene Fogelstad.




Hintergrund
Erst 1921 haben die schwedischen Frauen
ihre staatsbürgerlichen Rechte,
d h Stimm- und Wahlrecht, bekommen.
1922 sind die ersten fünf Frauen in
den schwedischen Reichstag gewählt,
u a Elisabeth Tamm, die Gutsherrin
von Fogelstad.


Viele von denjenigen, die für das Stimmrecht
der Frauen gekämpft hatten, glaubten,
dass die Frauen jetzt am Ziel waren.
Elisabeth Tamm hat aber festgestellt,
dass die Frauen, um politisch arbeiten zu können,
auch politische Ausbildung brauchten.


Deshalb hat sie mit vier gleichgesinnten Frauen
auf ihrem Gut die
Fogelstad Bürgerschule für Frauen
gegründet, die eine grosse Bedeutung für
die politische Entwicklung in Schweden hatte.

Etwa 2000 Frauen haben dort ihre Ausbildung erhalten.
Viele wurden politisch aktiv,
etliche als Reichstagsabgeordnete.


Die Schule war sowohl pädagogisch
wie ideologisch ungewöhnlich und avanciert.



Ausstellung
Eine informative Ausstellung über die
Fogelstad Bürgerschule für Frauen
finden Sie beim Gut Fogelstad
in der alten Gutsmolkerei.

Diese Ausstellung
ist im Sommer an Wochenden offen
aber kann auch zu anderen Zeiten nach
Kontakt mit dem Verein besichtigt werden.

 

Kurze Wegbeschreibung:


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